DGB 1: Informationen als Daten speichern, verwalten und verändern
7.1 Lernziele
Die Schülerinnen und Schüler können:
- erklären, dass gespeicherte Informationen auf digitalen Geräten Daten sind.
- den Begriff Daten in einfachen Worten beschreiben.
- Informationen auf einem digitalen Gerät speichern.
- gespeicherte Informationen wiederfinden und abrufen.
- Dateien und Ordner gezielt suchen.
- Informationen kopieren und an anderer Stelle einfügen.
- Dateien oder Inhalte verändern und erneut speichern.
- unnötige oder falsche Informationen löschen.
- zwischen Datei und Ordner unterscheiden.
- erkennen, dass Daten in unterschiedlichen Formen gespeichert werden können.
- einfache Beispiele für digitale Daten aus dem Alltag nennen.
- sorgfältig und verantwortungsvoll mit gespeicherten Daten umgehen.
7.2 Umfangreiche Lerninhalte
Die praktische Arbeit mit digitalen Geräten zeigt besonders anschaulich, dass Texte, Bilder, Töne, Videos und andere Inhalte nicht nur sichtbar oder hörbar sind, sondern als Daten gespeichert, geordnet, verändert und wieder abgerufen werden können. Informationen, die auf einem digitalen Gerät gespeichert sind, werden als Daten bezeichnet. Daten können Texte, Bilder, Fotos, Audiodateien, Videos, Tabellen, Präsentationen oder Kontakte sein. Auch Spielstände, Kalendertermine oder Passwörter liegen in digitaler Form als Daten vor. Der Begriff Daten meint also gespeicherte Informationen, mit denen ein Gerät arbeiten kann.
Ein Beispiel: Ein Schüler sucht ein Bild für ein Biologieprojekt. Er erinnert sich nicht mehr an den Ordner, weiß aber noch, dass im Dateinamen „Pflanze“ vorkam. Durch die Suchfunktion kann er gezielt nach diesem Begriff suchen und die passende Datei schneller finden. Solche Funktionen sind in vielen Programmen und Betriebssystemen vorhanden. Abrufen bedeutet, dass gespeicherte Daten wieder geöffnet und genutzt werden. Eine Präsentation kann erneut angezeigt, ein Foto betrachtet oder eine Tonaufnahme abgespielt werden. Abrufen ist also der Schritt, bei dem Daten wieder zugänglich gemacht werden. Ohne diese Möglichkeit wäre Speichern wenig sinnvoll.
Weiterführende Links
- https://www.klicksafe.de
- https://www.saferinternet.at
- https://www.internet-abc.de
- https://www.bpb.de
- https://www.fragfinn.de
7.3 Aufgaben für den Unterricht
7.3.1 Dateien anlegen und sinnvoll speichern
Die Schülerinnen und Schüler erstellen auf einem digitalen Gerät einen kurzen Text, eine Zeichnung oder eine kleine Notiz und speichern diese Datei anschließend an einem vorgegebenen Ort. Dabei achten sie auf einen passenden Dateinamen und den richtigen Ordner. Danach erklären sie, warum der Inhalt nach dem Speichern als Daten vorliegt und weshalb ein klarer Speicherort wichtig ist. Diese Aufgabe schafft ein erstes praktisches Grundverständnis dafür, dass digitale Informationen bewusst abgelegt werden müssen, um später wieder verfügbar zu sein.
7.3.2 Datei und Ordner unterscheiden
Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine einfache Ordnerstruktur mit mehreren Dateien, Unterordnern und unterschiedlichen Dateinamen. Sie beschreiben, was ein Ordner ist, was eine Datei ist und welche Funktion beide für die Ordnung gespeicherter Daten haben. Anschließend ordnen sie neue Dateien passenden Ordnern zu oder entwickeln selbst eine übersichtliche Struktur für ein Schulprojekt. Die Aufgabe stärkt die Orientierung im Dateisystem und verhindert typische Missverständnisse zwischen Inhalt und Ablageort.
7.3.3 Dateien gezielt suchen und abrufen
Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, bestimmte zuvor gespeicherte Dateien wiederzufinden, zu öffnen und kurz zu beschreiben. Dabei nutzen sie entweder die Ordnerstruktur oder die Suchfunktion des Geräts. Im Anschluss reflektieren sie, welche Informationen beim Wiederfinden besonders hilfreich waren, etwa ein passender Dateiname, ein eindeutiger Ordner oder ein bekannter Suchbegriff. Die Aufgabe fördert eine zielgerichtete Orientierung und zeigt, dass gute Ordnung spätere Arbeit deutlich erleichtert.
7.3.4 Inhalte kopieren und an anderer Stelle einfügen
Die Schülerinnen und Schüler markieren in einem Text einzelne Wörter, Sätze oder Abschnitte, kopieren diese und fügen sie an einer neuen Stelle wieder ein. In einem zweiten Schritt kopieren sie eine Datei in einen anderen Ordner, ohne das Original zu entfernen. Anschließend vergleichen sie, was beim Kopieren von Inhalten und beim Kopieren ganzer Dateien gleich und was unterschiedlich ist. Diese Aufgabe macht deutlich, dass Kopieren eine Vervielfältigung von Daten bedeutet und das Original erhalten bleibt.
7.3.5 Dateien verändern und neu speichern
Die Schülerinnen und Schüler öffnen eine bereits vorhandene Datei und verändern gezielt einzelne Inhalte, zum Beispiel einen Titel, ein Bild, einen Satz oder eine Farbe. Danach speichern sie die veränderte Datei entweder unter demselben Namen oder bewusst als neue Version. Im Gespräch wird geklärt, was beim Ändern von Daten geschieht und warum überlegtes Speichern wichtig ist. Diese Aufgabe stärkt das Verständnis dafür, dass Daten bearbeitet und in neuer Form gesichert werden können.
7.3.6 Dateien bewusst löschen und wiederherstellen
Die Schülerinnen und Schüler löschen ausgewählte, entbehrliche Dateien und beobachten, was anschließend mit diesen Daten geschieht, etwa die Verschiebung in den Papierkorb. Danach stellen sie eine Datei wieder her und besprechen, warum kontrolliertes Löschen wichtig ist. Diese Aufgabe fördert einen vorsichtigen Umgang mit Daten und zeigt, dass Löschen nicht immer sofort endgültig ist, aber dennoch bewusst erfolgen sollte.
7.3.7 Alltagsdaten sammeln und als Daten einordnen
Die Schülerinnen und Schüler sammeln Beispiele aus ihrem Alltag, die auf digitalen Geräten gespeichert sein können, etwa Fotos, Stundenpläne, Kontakte, Notizen, Sprachnachrichten oder Spielstände. Anschließend ordnen sie diese Beispiele nach Datenarten und erklären, warum all diese Inhalte als Daten bezeichnet werden. Die Aufgabe verbindet die Fachsprache mit der Lebenswelt und macht deutlich, dass wie Daten im Alltag ständig genutzt werden. Alltagsbeispiele Foto, Kontakt, Termin, Sprachmemo, Hausübung, Screenshot, Spielstand
7.3.8 Ordnungsstrukturen für ein Schulprojekt entwickeln
Für ein fiktives oder reales Unterrichtsprojekt planen die Schülerinnen und Schüler eine sinnvolle digitale Ablagestruktur. Sie legen Ordnernamen fest, bestimmen Regeln für Dateinamen und entscheiden, wo Texte, Bilder, Arbeitsblätter und Ergebnisse gespeichert werden sollen. Anschließend begründen sie ihre Struktur. Diese Aufgabe stärkt planvolles Arbeiten und zeigt, dass gute Datenorganisation Zeit spart und Missverständnisse vermeidet.
7.3.9 Reziprokes Lehren zu Grundhandlungen mit Daten
Kleine Gruppen bereiten jeweils eine Grundhandlung wie Speichern, Suchen, Kopieren, Abrufen, Ändern oder Löschen vor und erklären diese mit einem einfachen Beispiel einer anderen Gruppe. Dabei sollen sie nicht nur den Begriff nennen, sondern den Vorgang an einem Gerät oder in einer kurzen Schrittfolge verständlich darstellen. Diese Methode erhöht den Lernerfolg, weil Handlungen sprachlich gefasst, veranschaulicht und mehrfach wiederholt werden.
7.3.10 Abschlussaufgabe mit vollständigem Datenweg
Zum Abschluss bearbeiten die Schülerinnen und Schüler eine zusammenhängende Aufgabe, bei der sie eine Information erstellen, speichern, wiederfinden, kopieren, verändern und schließlich eine nicht mehr benötigte Version löschen. Danach beschreiben sie den vollständigen Arbeitsweg in eigenen Worten und erklären, an welchen Stellen Daten entstanden, genutzt oder verändert wurden. Diese Aufgabe sichert das Gelernte, weil alle Grundhandlungen in einem vollständigen Ablauf miteinander verbunden werden.
Grundlage: Digitale Grundbildung – Lehrband 1. Klasse, Ausgabe 2026.