Informatik 7: Das eigene Wissen und die eigenen schulischen Erfahrungen im Zusammenhang mit IT für die eigene künftige Erwerbsbiographie nutzen können

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Schulische IT-Erfahrungen werden erst dann beruflich wirksam, wenn Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse aus Projekten, Anwendungen und Reflexionen als beschreibbare Kompetenzen erkennen, ordnen und für Ausbildungswege, Bewerbungen und weitere Lernschritte gezielt nutzen.

17.1 Lernziele

  • Erfahrungen bilanzieren
  • Kompetenzen benennen
  • Stärken erkennen
  • Interessen zuordnen
  • Projekte einordnen
  • Werkzeuge nennen
  • Nachweise sammeln
  • Profile erstellen
  • Ziele formulieren
  • Wege vergleichen
  • Bewerbungen stützen
  • Lernen weiterplanen

17.2 Lerninhalte

Eine tragfähige Erwerbsbiographie entsteht nicht erst bei der Berufswahl, sondern beginnt dort, wo schulische IT-Erfahrungen gesammelt, reflektiert, beschrieben und mit Berufsbildern, Ausbildungswegen und weiteren Lernmöglichkeiten in Beziehung gesetzt werden.

Eigene IT-Erfahrungen bewusst wahrnehmen

Berufliche Orientierung wird deutlich konkreter, wenn schulische Erfahrungen mit digitalen Werkzeugen nicht als einzelne Unterrichtsmomente vergessen, sondern als wiederkehrende Handlungen erkannt werden, die bereits wichtige Grundlagen für spätere Ausbildung, Arbeit und Weiterbildung bilden. Viele schulische IT-Erfahrungen wirken zunächst alltäglich, sind aber für die spätere Erwerbsbiographie bedeutsam. Dazu gehören etwa Dokumente und Präsentationen in der Cloud speichern und teilen, Datenschutzeinstellungen anpassen, einfache Programme oder Webanwendungen erstellen, Informationen recherchieren, Daten ordnen oder digitale Produkte präsentieren. Die hochgeladenen Materialien zeigen genau solche Tätigkeiten als typische schulische Lern- und Handlungssituationen. Wichtig ist deshalb die Umdeutung von „Ich habe im Unterricht etwas gemacht“ zu „Ich kann etwas“. Aus „Ich habe eine Präsentation erstellt“ wird etwa „Ich kann Informationen

strukturieren und digital darstellen“. Aus „Ich habe an einer sicheren Plattform gearbeitet“ wird „Ich kann digitale Werkzeuge verantwortungsvoll nutzen“. Aus „Ich habe ein kleines Programm getestet“ wird „Ich kann Fehler erkennen und schrittweise verbessern“. Genau diese sprachliche Bewusstmachung ist der erste Schritt, um eigene Erfahrungen für spätere Berufswege nutzbar zu machen. Beispiele: Präsentationen, Cloudarbeit, Datenschutz, Programmieren, Recherchieren, Dokumentieren, Kollaboration, Problemlösen.

Schulische Projekte in Kompetenzen übersetzen

Der berufliche Nutzen eigener Erfahrungen wächst besonders dann, wenn konkrete Schulprojekte nicht nur inhaltlich erinnert, sondern nach Fähigkeiten, Werkzeugen, Arbeitsweisen und Ergebnissen ausgewertet werden, die auch außerhalb der Schule verständlich und anschlussfähig sind. Ein schulisches Projekt enthält meist mehr berufsrelevante Kompetenzen, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Wer etwa eine kleine To-do-Liste, eine Quiz-App oder ein Kontaktbuch geplant und umgesetzt hat, hat nicht nur „ein Programm gemacht“, sondern Anforderungen verstanden, Werkzeuge ausgewählt, getestet, verbessert und Ergebnisse präsentiert. Wer gemeinsam an Dokumenten gearbeitet hat, hat zusätzlich digitale Zusammenarbeit, Versionsbewusstsein und Kommunikation trainiert. Deshalb sollten Projekte nach mehreren Fragen ausgewertet werden: Welche Aufgabe wurde gelöst, welche Tools wurden genutzt, welche Probleme traten auf, welche Rolle hatte ich im Team, was konnte ich am Ende besser als davor. Solche Fragen helfen, schulische Leistungen in Kompetenzsprache zu überführen. Das AMS Berufsinformationssystem beschreibt berufliche Kompetenzen als Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissensbestände, die für konkrete Arbeitsvollzüge unverzichtbar oder vorteilhaft sind; genau so können auch schulische IT- Erfahrungen gelesen werden. Beispiele: Projektplanung, Teamarbeit, Testing, Fehlersuche, Präsentation, Recherche, Toolwahl, Reflexion.

Eigene digitale Kompetenzen beschreiben und dokumentieren

Berufliche Anschlussfähigkeit entsteht leichter, wenn digitale Erfahrungen gesammelt, geordnet und dokumentiert werden, weil dadurch ein übersichtliches Bild eigener Stärken, Lernfortschritte und Entwicklungsmöglichkeiten entsteht, das für Gespräche, Bewerbungen und weitere Bildungsentscheidungen nutzbar ist. Europass bietet offizielle Werkzeuge, um Fähigkeiten, Erfahrungen, Lernwege und Ziele in einem persönlichen Profil zu sammeln; zusätzlich kann dort ein Überblick über eigene digitale Kompetenzen aufgebaut werden. Auf der Seite „How to describe my digital skills“ wird ausdrücklich empfohlen, digitale Werkzeuge, Software, Projekte und Leistungen aus Schule, Freizeit oder Arbeit zu sammeln und in Gruppen zu organisieren. Auch der Europass-Test für digitale Kompetenzen soll helfen, Stärken und Schwächen besser zu erkennen. Für Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Eigene Erfahrungen sollten nicht nur im Gedächtnis bleiben, sondern in Form von Kompetenzlisten, Projektblättern, Portfolios oder Profilen gesichert werden. Sinnvoll sind Sammlungen wie „Programme, die ich erstellt habe“, „digitale Werkzeuge, die ich sicher nutze“, „Projekte, auf die ich stolz bin“ oder „Probleme, die

ich selbstständig lösen konnte“. So entsteht Schritt für Schritt ein persönlicher Kompetenzbestand, der später weiterverwendet werden kann. Beispiele: Kompetenzliste, Projektblatt, Portfolio, Europass-Profil, Toolsammlung, Lerntagebuch, Nachweise, Selbsteinschätzung.

Interessen, Stärken und Berufsbilder verbinden

Eine sinnvolle Erwerbsbiographie entwickelt sich leichter, wenn eigenes Können nicht abstrakt bleibt, sondern mit Interessenfeldern, Tätigkeitsprofilen und realen Berufsbildern verknüpft wird, die zu persönlichen Vorlieben und Stärken passen können. BIC bietet Informationen zu mehr als 2.000 Berufen sowie Zugänge über Berufsgruppen, Arbeitsfelder und Bildungswege. Das AMS Berufslexikon liefert ebenfalls umfangreiche Informationen zu Berufen, und die AMS-Seite zu IT-Jobs beschreibt die IT-Branche als vielseitig, nennt typische Tätigkeiten, Anforderungen und Ausbildungsmöglichkeiten. Zugleich weist die AMS-Broschüre von 2025 darauf hin, dass durch Digitalisierung und KI neue Berufe entstehen und digitale Kompetenzen in immer mehr Bereichen wichtig werden. Für die schulische Orientierung bedeutet das: Wer gern programmiert, könnte Software- oder App-Berufe erkunden. Wer gern organisiert und mit Daten arbeitet, könnte sich für Analyse, Support oder Projektsteuerung interessieren. Wer gern gestaltet, findet vielleicht Schnittstellen zwischen IT, Medien und Design. Wer im Unterricht gemerkt hat, dass sichere Konten, Datenschutz oder Problemlösen motivieren, könnte Berufe im Bereich IT-Sicherheit oder Systembetreuung prüfen. Eigene Erfahrungen werden so zum Ausgangspunkt, nicht bloß zu einem Beiwerk. Beispiele: Programmieren, Gestalten, Analysieren, Organisieren, Absichern, Beraten, Supporten, Dokumentieren.

Schulische IT-Erfahrungen für Bewerbung und Selbstdarstellung nutzen

Bewerbungsfähigkeit wächst besonders dann, wenn Schülerinnen und Schüler lernen, schulische Erfahrungen in verständliche Nachweise, präzise Beschreibungen und glaubwürdige Beispiele zu übersetzen, die für andere Personen einen konkreten beruflichen Wert erkennbar machen. Europass bietet Werkzeuge zum Erstellen von Profilen, Lebensläufen und Anschreiben; das AMS stellt aktuelle Informationen und Tipps zum Bewerbungsschreiben bereit. Für Jugendliche ist dabei besonders wichtig, dass nicht nur Fächer oder Schulstufen genannt werden, sondern konkrete Beispiele: „Ich habe eine kleine Webanwendung erstellt“, „Ich habe in der Gruppe ein digitales Projekt organisiert“, „Ich kann Präsentationen sicher erstellen und Daten strukturiert aufbereiten“, „Ich kenne grundlegende Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen“. Solche Formulierungen machen schulische Erfahrungen für Dritte verständlicher. Dazu gehört auch eine realistische Selbstdarstellung. Nicht jede Erfahrung muss groß sein, um relevant zu sein. Schon ein gelungenes Klassenprojekt, eine saubere Dokumentation, ein kleines Programm, ein Präsentationsprodukt oder der sichere Umgang mit Cloudwerkzeugen kann ein sinnvoller Beleg sein, wenn klar wird, was dabei gelernt und geleistet wurde. Erwerbsbiographie beginnt daher oft mit kleinen, aber gut beschriebenen Erfahrungen.

Beispiele: Lebenslauf, Anschreiben, Projektbeispiel, Portfolio, Kompetenzsatz, Nachweis, Profiltext, Bewerbungsgespräch.

Weiterlernen, Ziele setzen und die eigene Erwerbsbiographie gestalten

Berufliche Zukunft wird planbarer, wenn digitales Lernen nicht als abgeschlossener Schulstoff verstanden wird, sondern als fortlaufender Entwicklungsprozess mit nächsten Schritten, überprüfbaren Zielen und bewusster Anpassung an veränderte Arbeitswelten. Europass betont das lebensbegleitende Planen von Karriere- und Lernschritten, während die Skills-Intelligence-Seite erklärt, dass Informationen über Arbeitsmarkt- und Kompetenztrends Menschen bei Bildungs-, Trainings- und Berufsentscheidungen unterstützen können. Das AMS weist zugleich darauf hin, dass laufende Weiterentwicklung und das Verfolgen neuer Trends in der IT-Branche wesentlich sind. Die 2025er AMS-Broschüre unterstreicht zusätzlich, dass digitale Kompetenzen in immer mehr Berufen wichtig werden und neue Tätigkeiten entstehen. Für Schülerinnen und Schüler heißt das: Eigene Ziele sollten konkret formuliert werden, etwa „Ich möchte meine Tabellenkenntnisse vertiefen“, „Ich will ein erstes Portfolio aufbauen“, „Ich möchte einen IT-Beruf genauer kennenlernen“, „Ich will mehr über Daten, Sicherheit oder Webentwicklung lernen“. Solche nächsten Schritte verbinden Gegenwart und Zukunft. Eine Erwerbsbiographie wird dadurch nicht einfach vorhergesagt, sondern aktiv vorbereitet. Beispiele: Lernziel, Kurswahl, Portfolioaufbau, Berufserkundung, Praktikumsidee, Selbsteinschätzung, Weiterlernen, Zielplanung.

  • Europass, Karriereplanung
  • Europass, Digitale Kompetenzen beschreiben
  • Europass, Digitale Kompetenzen testen
  • Europass, Skills Intelligence
  • AMS, Berufslexikon
  • AMS, IT-Jobs
  • AMS, Bewerbungsschreiben
  • BIC, Berufsinformation
  • AMS, Zukunft der Arbeit 2025

17.4 Aufgaben für den Unterricht

17.4.1 Eigene IT-Erfahrungen als Kompetenzprofil sichtbar machen

Ein belastbares Kompetenzprofil entsteht besonders wirksam, wenn schulische Tätigkeiten nicht nur aufgezählt, sondern in konkrete Fähigkeiten übersetzt werden, die auch außerhalb des Unterrichts verständlich, beschreibbar und für spätere Bildungs- oder Berufswege anschlussfähig sind. Die Lernenden sammeln zunächst eigene Erfahrungen aus dem Unterricht, etwa Präsentationen erstellen, Tabellen nutzen, Daten recherchieren, kleine Programme entwickeln, Clouds verwenden, Dateien organisieren oder digitale Projekte im Team umsetzen. Anschließend formulieren sie zu jeder Erfahrung einen Kompetenzsatz, zum Beispiel „Ich kann Informationen digital strukturieren“ oder „Ich kann einfache Fehler in digitalen Anwendungen erkennen und verbessern“. Dadurch wird aus Erinnerung ein erstes Kompetenzprofil.

Arbeitsauftrag:

Jede Schülerin und jeder Schüler erstellt ein persönliches IT-Kompetenzprofil mit mindestens zehn Aussagen, die eigene schulische Erfahrungen in beruflich verständliche Fähigkeiten übersetzen.

  • Erfahrungen, Kompetenzen
  • Projekte, Werkzeuge
  • Faehigkeiten, Aussagen
  • Profil, Sammlung
  • Selbstbild, Reflexion
  • Sicherung, Austausch

17.4.2 Schulprojekte auf berufliche Bedeutung untersuchen

Schulische Projekte entfalten einen besonders hohen Lerngewinn, wenn ihr fachlicher und beruflicher Nutzen nachträglich sichtbar gemacht wird, weil Schülerinnen und Schüler dadurch erkennen, welche Tätigkeiten, Rollen und Arbeitsweisen bereits heute für spätere Erwerbsbiographien bedeutsam sind. Die Gruppen wählen ein früheres Unterrichtsprojekt, etwa eine Präsentation, eine Recherchearbeit, ein Datenprojekt, eine Programmieraufgabe oder ein Medienprodukt. Danach analysieren sie, welche Kompetenzen darin stecken, zum Beispiel Teamarbeit, Planung, Problemlösen, Genauigkeit, Datensicherheit oder digitale Kommunikation. Anschließend ordnen sie diese Kompetenzen passenden Berufsfeldern oder Berufstätigkeiten zu. So wird deutlich, dass schulische Arbeit bereits Vorformen beruflicher Praxis enthält.

Arbeitsauftrag:

Die Gruppen analysieren ein früheres Schulprojekt, benennen die darin enthaltenen Kompetenzen und erklären, für welche Berufsfelder oder Tätigkeiten diese besonders nützlich sein könnten.

  • Schulprojekt, Analyse
  • Kompetenzen, Rollen
  • Planung, Teamarbeit
  • Problemlösen, Genauigkeit
  • Berufsfelder, Zuordnung
  • Nutzen, Präsentation

17.4.3 Persönliches IT-Portfolio anlegen

Ein Portfolio fördert nachhaltiges Lernen besonders stark, weil Leistungen, Produkte, Reflexionen und Lernfortschritte sichtbar gesammelt werden und dadurch ein geordnetes Bild eigener Entwicklung entsteht, das später für Bewerbung, Beratung oder weitere Lernentscheidungen genutzt werden kann. Die Lernenden legen ein analoges oder digitales Portfolio an. Darin sammeln sie ausgewählte Arbeiten, kurze Projektbeschreibungen, Screenshots, Reflexionen, Kompetenzsätze und Hinweise auf verwendete Werkzeuge. Zu jedem Eintrag halten sie fest, was die Aufgabe war, was sie selbst beigetragen haben und was sie dabei gelernt haben. So entsteht keine bloße Materialmappe, sondern ein bewusst aufgebauter Nachweis über eigenes Können.

Arbeitsauftrag:

Jede Schülerin und jeder Schüler erstellt ein persönliches IT-Portfolio mit mehreren Nachweisen, Kurzbeschreibungen und Reflexionen zu bereits erworbenen schulischen Erfahrungen.

  • Portfolio, Nachweise
  • Projekte, Screenshots
  • Reflexionen, Belege
  • Werkzeuge, Lernfortschritte
  • Sammlung, Ordnung
  • Entwicklung, Dokumentation

17.4.4 Eigene Stärken mit Berufsfeldern verbinden

Berufliche Orientierung wird besonders wirksam, wenn Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Stärken und Vorlieben mit konkreten IT-Tätigkeiten verknüpfen und dadurch erkennen, dass unterschiedliche Berufsbilder auch unterschiedliche Kompetenzprofile verlangen. Die Klasse sammelt zunächst typische Stärken wie logisches Denken, Kreativität, Geduld, Genauigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent oder Interesse an Gestaltung. Danach prüfen die Lernenden, welche dieser Stärken sie bei sich selbst erkennen und in welchen schulischen Situationen sie bereits sichtbar wurden. Im nächsten Schritt werden passende IT-Berufe oder IT-geprägte Berufsfelder zugeordnet. Dadurch wird aus allgemeiner Selbstreflexion eine erste berufliche Orientierung.

Arbeitsauftrag:

Die Schülerinnen und Schüler erstellen ein Stärkenprofil und ordnen dieses Profil zu möglichen IT-Berufen oder Berufen mit starker IT-Nutzung zu.

  • Staerken, Interessen
  • Logik, Kreativitaet
  • Genauigkeit, Kommunikation
  • Profil, Zuordnung
  • Berufe, Passung
  • Reflexion, Vergleich

17.4.5 Bewerbungssprache aus Schulerfahrungen entwickeln

Ein besonders hoher Lerngewinn entsteht, wenn schulische Tätigkeiten in eine Sprache übertragen werden, die für Bewerbung, Vorstellungsgespräch oder Berufsberatung verständlich und überzeugend wirkt, ohne dabei übertrieben oder ungenau zu werden. Die Lernenden erhalten Beispiele für typische Schulerfahrungen, etwa „Ich habe ein digitales Plakat erstellt“ oder „Ich habe in einer Gruppe Daten ausgewertet“. Daraus formulieren sie beruflich anschlussfähige Beschreibungen wie „Ich kann Informationen adressatengerecht digital aufbereiten“ oder „Ich habe Erfahrung im strukturierten Arbeiten mit Daten“. Anschließend übertragen sie eigene Erfahrungen in solche Formulierungen. Dadurch lernen sie, schulische Leistungen klarer und glaubwürdiger darzustellen.

Arbeitsauftrag:

Jede Schülerin und jeder Schüler formuliert zu eigenen IT-Erfahrungen mehrere bewerbungstaugliche Kompetenzsätze und ordnet diese einem Lebenslauf oder Anschreiben zu.

  • Bewerbungssprache, Kompetenzsaetze
  • Erfahrungen, Formulierungen
  • Lebenslauf, Anschreiben
  • Beispiele, Uebertragung
  • Darstellung, Uebung
  • Glaubwuerdigkeit, Feedback

17.4.6 Berufswege mit dem eigenen Lernstand vergleichen

Ein realistischer Blick auf die eigene Zukunft entsteht besonders dann, wenn Schülerinnen und Schüler verschiedene berufliche Wege nicht nur kennenlernen, sondern mit dem aktuellen eigenen Wissen, den bisherigen Erfahrungen und den nächsten sinnvollen Lernschritten abgleichen. Die Gruppen wählen mehrere Berufe oder Ausbildungswege aus dem IT-Bereich oder aus IT- nahen Berufsfeldern. Danach vergleichen sie, welche schulischen Erfahrungen bereits dazu passen und welche Kompetenzen noch aufgebaut werden müssten. Die Lernenden formulieren daraufhin erste Entwicklungsschritte, etwa bestimmte Werkzeuge besser kennenlernen, ein Portfolio ergänzen, ein Praktikum suchen oder sich über Ausbildungswege informieren. So wird Berufsorientierung konkret und handlungsorientiert.

Arbeitsauftrag:

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen ihren aktuellen Lernstand mit ausgewählten Berufswegen und formulieren daraus persönliche nächste Schritte für ihre weitere Entwicklung.

  • Berufswege, Vergleich
  • Lernstand, Anforderungen
  • Passung, Luecken
  • Ziele, Schritte
  • Entwicklung, Planung
  • Orientierung, Reflexion

17.4.7 Rolleninterview zur eigenen Zukunft führen

Perspektivenwechsel stärkt die berufliche Selbstklärung besonders wirkungsvoll, weil Schülerinnen und Schüler sich selbst als zukünftige lernende oder arbeitende Person beschreiben und dadurch Wünsche, Unsicherheiten und Möglichkeiten bewusster sprachlich fassen. Die Lernenden arbeiten in Paaren. Eine Person übernimmt die Rolle der zukünftigen Version der Partnerin oder des Partners in fünf Jahren. Die andere Person stellt Fragen zu Ausbildung, Interessen, digitalen Fähigkeiten, Projekten und beruflichen Zielen. Danach wird gewechselt. In der Auswertung vergleichen die Lernenden, welche Vorstellungen konkret, welche vage und welche nächsten Schritte erkennbar wurden. Diese Aufgabe verbindet Selbstreflexion mit Zukunftsdenken.

Arbeitsauftrag:

Die Zweierteams führen ein Rolleninterview zur eigenen beruflichen Zukunft und halten anschließend zentrale Erkenntnisse zu Stärken, Interessen und nächsten Schritten schriftlich fest.

  • Rolleninterview, Zukunft
  • Fragen, Antworten
  • Ziele, Interessen
  • Ausbildung, Kompetenzen
  • Erkenntnisse, Notizen
  • Austausch, Reflexion

17.4.8 Persönliche Lernbiografie mit IT-Bezug darstellen

Ein vertieftes Verständnis eigener Entwicklung entsteht dann, wenn schulische Erfahrungen nicht punktuell, sondern als fortlaufende Lernbiografie betrachtet werden, in der Fortschritte, Wendepunkte und neue Interessen sichtbar gemacht werden. Die Lernenden erstellen eine kleine Lernbiografie mit Stationen ihres bisherigen Umgangs mit IT. Sie halten fest, welche Werkzeuge sie zuerst genutzt haben, welche Projekte sie besonders geprägt haben, wo Schwierigkeiten auftraten und wo sie Fortschritte bemerkt haben. Anschließend markieren sie, welche Erfahrungen sie für ihre Zukunft als besonders wertvoll einschätzen. Dadurch wird Lernen als Entwicklungsweg sichtbar, nicht nur als Sammlung einzelner Fächerleistungen.

Arbeitsauftrag:

Jede Schülerin und jeder Schüler erstellt eine persönliche Lernbiografie mit wichtigen IT- Erfahrungen, Erfolgen, Schwierigkeiten und Entwicklungsschritten.

  • Lernbiografie, Stationen
  • Werkzeuge, Projekte
  • Fortschritte, Huerden
  • Erfahrungen, Entwicklung
  • Rueckblick, Auswahl
  • Bedeutung, Darstellung

17.4.9 Zukunftsplan mit IT-Kompetenzen entwerfen

Besonders nachhaltiges Lernen entsteht, wenn aus Rückblick und Selbstanalyse konkrete Zukunftsziele formuliert werden, weil dadurch eine Verbindung zwischen bisherigem Können, persönlichem Interesse und den nächsten umsetzbaren Handlungsschritten hergestellt wird. Die Lernenden entwickeln einen persönlichen Zukunftsplan für die nächsten ein bis drei Jahre. Darin halten sie fest, welche IT-Kompetenzen sie vertiefen möchten, welche beruflichen Bereiche sie weiter erkunden wollen und welche konkreten Schritte dazu passen. Möglich sind etwa Portfolio weiterführen, an einem Projekt teilnehmen, eine Programmiersprache vertiefen, ein Praktikum anfragen oder sich über bestimmte Ausbildungswege informieren. Der Plan soll realistisch, konkret und überprüfbar formuliert werden.

Arbeitsauftrag:

Jede Schülerin und jeder Schüler erstellt einen Zukunftsplan mit persönlichen IT-Zielen, Begründungen und klaren nächsten Schritten.

  • Zukunftsplan, Ziele
  • Kompetenzen, Vertiefung
  • Berufsfelder, Erkundung
  • Schritte, Begruendung
  • realistisch, konkret
  • Planung, Sicherung

17.4.10 Peer-Feedback zur beruflichen Selbstbeschreibung geben

Die Qualität beruflicher Selbstdarstellung verbessert sich besonders wirksam durch Rückmeldungen anderer, weil dadurch unklare Aussagen, blinde Flecken und überzeugende Stärken sichtbarer werden als in rein individueller Arbeit. Die Lernenden tauschen ihre Kompetenzprofile, Portfolios oder Zukunftspläne untereinander aus. Mit einem einfachen Feedbackbogen prüfen sie, ob die Aussagen verständlich, glaubwürdig, konkret und beruflich anschlussfähig formuliert sind. Anschließend überarbeiten sie ihre Texte oder Profile. Diese Phase stärkt nicht nur die Qualität der Ergebnisse, sondern auch das Verständnis dafür, wie man eigenes Können nach außen verständlich macht.

Arbeitsauftrag:

Die Schülerinnen und Schüler geben sich wechselseitig Feedback zu ihrer beruflichen Selbstbeschreibung und verbessern anschließend ihre Unterlagen gezielt.

  • Peer-Feedback, Bogen
  • Verstaendlichkeit, Klarheit
  • Glaubwuerdigkeit, Konkretheit
  • Profile, Texte
  • Ueberarbeitung, Rueckmeldung
  • Wirkung, Verbesserung

Grundlage: Informatik – Lehrband 7. Klasse, Final V1.7 (2026).

Kategorien: Informatik | 7. Klasse